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Informationen und Definition zum Niedrigenergiehaus NEH nicht nur für den Altbau mit Dämmung des Wandaufbau, Fenster und Lüftung nach EnEV
Energieverbrauch und Gasverbrauch für die Heizung im Haus niedrig halten


Eckwerte eines Niedrigenergiehaus NEH

Ein Niedrigenergiehaus ist ein Haus, welches einen um 30% niedrigeren Wärmeverlust durch Dämmung aufweist als herkömmliche Gebäude nach der Energieeinsparverordnung EnEV (Stand Mitte 2007). Allerdings gibt es bis heute unterschiedliche Auffassungen in den einzelnen Bundesländern, welche Mindestwerte genau gelten, um per Definition die Gebäude als Niedrigenergiehäuser einzuordnen und dementsprechend auch finanziell zu fördern. Wollen Sie ein Niedrigenergiehaus bauen lassen oder einen Altbau zum Niedrigenergiehaus sanieren, ist es unbedingt erforderlich, die Eckdaten für die Höhe des Heizwärmebedarfs der Heizung, die Wärmebrückenvermeidung an Außenwänden, die Luftdichtheit vom Haus, die Art der Heizung und der Warmwasseranlage und die Art der Anlage für die Lüftung in einem speziellen Bauherrenvertrag mit dem Bauunternehmen für das Haus festzulegen. Manche Bauunternehmen nennen Gebäude, die nach der neuesten Energieeinsparverordnung EnEV gebaut wurden auch ein Niedrigenergiehaus. Das ist aber nicht immer korrekt! Für diese und andere bauspezifischen Probleme kann man privaten Bauherren nur empfehlen, sich über zertifizierte unabhängige Bauherrenvereine zusätzliche Unterstützung und Kontrolle bei Planung und Bauausführung des Niedrigenergiehaus zu holen. Die Kosten von mehreren hundert Euro dafür sind wenig gegenüber den Schäden, die am Haus und damit Ihrem Geldbeutel entstehen können, wenn unkontrolliert und falsch gebaut wurde, beispielsweise durch eine zu dünne Dämmung beim Wandaufbau auf der Außenwand mit nachfolgendem höheren Energieverbrauch und Gasverbrauch.

Der Heizwärmebedarf:

Der Heizwärmebedarf der Heizung in Ihrem Niedrigenergiehaus muss ca. 30% unterhalb der Energieeinsparverordnung EnEV liegen. Maßgebend ist der Transmissionswärmeverlust HT , dessen Grenzwerte in der EnEV in Anlage 1 Tabelle 1 verzeichnet sind (Stand Mitte 2007).
Entstehende Wärmeverluste kommen über Wände wie Außenwände , Fenster, Decken, Fußböden, Dächer und zu unbeheizten Kellern zustande. Das Wichtigste beim baulichen Wärmeschutz ist die Wärme - Dämmung der Außenwände, also der Wandaufbau, sowie der Dächer bei beheizten Dachgeschossen bzw. die oberste Decke zu unbeheizten Dachgeschossen. Hier können enorme Wärmeverluste mit höherem Energieverbrauch und Gasverbrauch verhindert werden. Gleichwichtig sind aber auch die Beschaffenheit von Außentüren und Außenfenstern am Haus. Sie sollten aus Holz- oder Kunststoffrahmen, profilierter Rahmen, bestehen. Die Glasflächen sollten 2- bis 3- Scheiben - Verglasungen besitzen und einen U-Wert von 1,0 - 1,4 W/(m2K) oder weniger aufweisen. Der U-Wert sagt sinngemäß aus, wieviel Wärme, in Watt, über eine Fläche von einem Quadratmeter bei einem Kelvin (1K = 1°C) Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenseite des Bauteils, beispielsweise Fenster und Wand, abgegeben wird. Energiesparende Fenster haben zwischen den Fenster - Scheiben noch Gasfüllungen aus z.B. Krypton oder Argon und besitzen beschichtete Glasscheiben.

Luftdichtheit der Gebäudehülle:

Nach der Energieeinsparverordnung EnEV wird für den Neubau von Häusern eine dauerhaft luftdichte Gebäudehülle verlangt. Allerdings gibt es hier Unterschiede. Normale Neubauten dürfen maximal einen Luftwechsel durch Ritzen und Fugen von 1,5 h-1 aufweisen. 1,5-facher Luftwechsel pro Stunde bedeutet, dass 1,5-mal die gesamte Raumluft pro Stunde ausgetauscht wird. Bei Niedrigenergiehäusern sollte nur ein maximaler Luftwechsel von 1,0 h-1 auftreten.

Folgende Bauteile sind wichtig für die Luftdichtheit eines Gebäudes:
- Innenputz an Außenwänden und an Trennwänden zu unbeheizten Gebäudeteilen
- Fenster und Außentüren; Innentüren zu unbeheizten Gebäudeteilen
- Decken von Kellerräumen und unbeheizten Nebenräumen
- Plattenwerkstoffe, Folien und Pappen im Leichtbau - und Dachbereich

Vor allem muss ein erhöhtes Augenmerk beim Einbau vom Fenster gelegt werden, egal ob beim Neubau oder Altbau. Nicht selten kommt es vor, dass es an den Einbaustellen der Fenster - Rahmen und unterhalb der Fenster - Bretter zu Zugerscheinungen kommt und damit erhöhter Energieverbrauch und Gasverbrauch.
Auch die Fenster selbst müssen luftdicht schließen. Dies kann man einfach durch Dichtungsprofile, Dichtungsbänder erreichen, um keine unkontrollierte kalte Zugluft in Ihre beheizten Räume reinzulassen. Lippenprofile sind dafür aber am besten geeignet.

Wärmebrücken in Außenwänden:

Wenn sich in der Wohnung und im Haus Schimmelpilze bilden, kann dies ein Zeichen für mangelhafte Lüftung der Innenräume sein, aber meistens ist der Grund das Vorhandensein von Wärmebrücken, sehr oft im Altbau - Bestand auftretend. Wärmebrücken sind ein bauliches Problem beim Wandaufbau vom Haus und lassen sich nur schwer wieder beseitigen. Oft treten sie an Bauwerksecken vom Haus auf. Deshalb sollte schon bei der Planung und Bauausführung darauf geachtet werden, dass durch eine durchgängige Wärme - Dämmung um die beheizten Gebäudeinnenteile keine Kälte durch die Außenbauteile wie Außenwand in die beheizten Räume ins Haus gelangen kann. Es bildet sich eine kalte Oberfläche an der Innenwand, an der die warme Raumluft an der Innenseite der Raumwand kondensiert. Dieses Kondenswasser bildet den Nährboden für Schimmelpilze, welche sehr schnell zu gesundheitlichen Problemen, z.B. Atemwegserkrankungen, führen können.
Wenn man sein Haus vor Wärmebrücken mit einer soliden Dämmung des Wandaufbau schützt, verhindert man also Wärmeverluste, Gebäude - und Gesundheitsschäden.

Art und Aufbau der Heizung:

Die Heizung im Niedrigenergiehaus, egal ob im Neubau oder Altbau, muss in jedem Fall höchst effizient mit wenig Gasverbrauch bzw. Energieverbrauch arbeiten. Das heißt wenige Verluste der Heizung bei Verteilung, Speicherung, Umwandlung und Bereitschaft.

Ölheizungen:
Bei der Heizung mit Öl sind mindestens Niedertemperaturkessel einzusetzen, welche mit dem Blauen Engel (RAL-UZ 61) ausgezeichnet sind und gemäß den Anforderungen des RAL-Umweltzeichen Nr. 46 genügen.
Gasheizungen:
Die Heizkessel bei der Gas - Heizung dürfen nur Brennwert - Geräte sein, die einen Teil Ihrer Abgaswärme über einen Wärmetauscher wieder dem Kessel zuführen und damit einen niedrigen Gasverbrauch verursachen. Die Rücklauftemperatur in den Rohrleitungen dieser Heizung darf maximal 50°C betragen, um den niedrigen Gasverbrauch und den hohen Wirkungsgrad des Brennwertkessels oder der Brennwerttherme halten zu können.
Heizung mit festen Brennstoffen:
Die benutzten festen Brennstoffe in der Heizung müssen einen vollständigen Abbrand gewährleisten und dürfen nur emmisionsarm betrieben werden. Ist diese Heizung mit Feststoff nur eine Zusatzheizung, gibt es keine weiteren Forderungen aus umwelttechnischer Sicht. Als hauptsächlicher Wärmeerzeuger müssen aber mindestens folgende Bedingungen bei der Heizung eingehalten werden (Stand 2007):
- Automatische Brennstoffzufuhr
- Kesselwirkungsgrad größer als 80 Prozent
- Kohlenmonoxyd - Emmisionen bei Nennlast weniger als 250 mg/Nm3
- Kohlenmonoxyd - Emmisionen bei 30% Teillast weniger als 500 mg/Nm3
- Staubemmisionen unter 50 mg/Nm3 bei einem Sauerstoffgehalt im Abgas von 13%
- Vorhandensein von Testaten anerkannter Prüfstellen für die tatsächlichen Emmisionen und dem Wirkungsgrad
Wärmepumpen:
Bei elektrischen Wärmepumpen muss die Jahresarbeitszahl mindestens 3,2 für Außenluftbetrieb und 3,8 für Erdwärmenutzung betragen. Die Jahresarbeitszahl ist das Verhältnis aus der erzeugten Jahreswärmemenge zur Stromaufnahme der Wärmepumpe und stellt den Grad des gesamten Energieverbrauch dar.
Fernwärme:
Fernwärme aus zentralen Heizwerken, vorrangig mit regenerativen Brennstoffen wie Biogas o.ä., oder Block-Heizkraftwerken BHKW sollten den Vorrang haben, da dort weniger die Umwelt belastet wird und der Primärenergieeinsatz niedriger ist.

Die bei allen Heizungsanlagen eingesetzten Umwälzpumpen sollten sich selbsttätig elektronisch Regeln und damit automatisch die Stromaufnahme und damit den Energieverbrauch bei einem geringeren Wärmebedarf der Heizung runterregeln.

Aufbau und Wirkungsweise der Anlage zur Lüftung - Lüftungsanlage:

In einem Niedrigenergiehaus darf der Luftaustausch überwiegend nur indirekt erfolgen, d.h. über Anlagen zur Lüftung, um keine kalte Außenluft direkt in das Gebäude zu lassen, die dann wieder mit zusätzlichem Energieverbrauch aufgeheizt werden muss.
Dabei ist die kombinierte Zuluftanlage und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung die energieeffizienteste Lösung. Dabei wird die angesaugte Außenluft, Zuluft, über Wärmeübertrager geleitet, der die kalte Außenluft vorerwärmt. Die von der Außenluft aufgenommene Wärme wird von der Raumluft, Abluft, im Wärmeübertrager vorher abgegeben. Man nutzt also die Wärme der Raumluft, Abluft, aus, um für die Aufwärmung der Außenluft weniger Energie zu verbrauchen.
Die Anlagen zur Lüftung müssen mehrstufig regelbar sein und eine Luftwechselrate zwischen 0,3 h-1 und 0,8 h-1 erzeugen. Der Stromverbrauch der gesamten Anlage zur Lüftung sollte 0,5 kWh pro Kubikmeter geförderter Luft nicht überschreiten, damit der Energieverbrauch und damit die Betriebskosten im Niedrigenergiehaus im Rahmen bleiben.


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